B 13.3
ARBEITEN IM FREIEN (UNTER DIREKTER SONNENEINSTRAHLUNG UND BEI HOHEN TEMPERATUREN)
Allgemeines
- Hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung können die Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (AN) stark beeinträchtigen.
- Der menschliche Organismus wird teilweise stark durch Hitze beansprucht und die UV-Strahlung kann insbesondere Haut und Augen schädigen.
- Zu den Gefährdungen durch Hitze und natürliche UV-Strahlung zählen u.a.:
- Konzentrationsstörungen (erhöhte Unfallgefahr)
- Hitzschlag, Hitzekollaps, Sonnenstich, Dehydration, Hitzetod
- UV-bedingte Hautschäden, Sonnenbrand, Augenschäden
- Langfristig: erhöhtes Hautkrebsrisiko
- Arbeitsbedingte Hitzebelastung entsteht durch die Kombination von hoher Temperatur, erhöhter Luftfeuchtigkeit, starker Sonnenstrahlung sowie Wärmestrahlung heißer Oberflächen und durch die bei schwerer Arbeit vom Körper erzeugte Wärme. Verstärkt kann der Effekt noch durch Arbeits- und Schutzkleidung werden.
- Daher ist die Hitzebelastung für die einzelnen Beschäftigten durch gezielte Maßnahmen (z.B. Beschattung, Hebehilfen, etc.) möglichst gering zu halten.
Hitzeschutz
- Ab einer Hitzewarnung der GeoSphere Austria Stufe 2 (Kategorie Gelb, gefühlte Temperatur ab 30 °C) sind geeignete Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip (Substitution – Technisch – Organisatorisch – Persönlich) umzusetzen – siehe dazu die Baustellen-Evaluierung gegen Hitze.
- Hitzewarnstufen der GeoSphere Austria
- < 30 °C: grün, keine Hitzebelastung
- ≥ 30 °C: gelb, Leicht erhöhte Hitzebelastung
- ≥ 35 °C: orange, Erhöhte Hitzebelastung
- ≥ 40 °C: rot, Starke Hitzebelastung
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